So entstand unsere Hilfsaktion

1993, 20 Jahre nach Abschluss der Realschule organisierte ich ein Treffen mit meinen ehemaligen Rebdorfer Schulkameraden. Es war nicht einfach, alle Anschriften der damaligen „Leidensgenossen“ ausfindig zu machen, da wir uns ja in ganz Bayern verstreut hatten.
Die Adresse von Manfred Göbel, der irgendwo in Brasilien als Entwicklungshelfer tätig sein sollte, wusste niemand. Ein „Hinweis“ von Sr. Elfriede aus dem Sekretariat der Knabenrealschule Rebdorf führte mich zu einem Vortrag im Kuratiesaal der Pfarrei Rebdorf, wo ich von ihrem „Bekannten“ die letzte noch fehlende Adresse erfahren sollte. – Die Überraschung war gelungen - Manfred Göbel war gerade auf seiner ersten Vortragsreise in Deutschland unterwegs und berichtete seiner Heimatgemeinde über seine Tätigkeit im brasilianischen Busch.
Dieser beeindruckende und überzeugende Bericht aus einer anderen Welt erweckte in mir das Interesse an der Arbeit meines Schulkameraden und vermittelte mir das Verständnis und die Notwendigkeit seines Engagements. Seither unterhalten wir intensive und freundschaftliche Kontakte.

 

Im Jahre 25 n. Rebdorf, im November 1998 wurde ein weiteres Klassentreffen abgehalten. Dort entstand die Idee, unserem ehemaligen Schulkameraden Manfred bei seiner aufopferungsvollen Arbeit auf seinen Leprastationen in Südamerika finanziell zu unterstützen. Seitdem beteiligt sich ein Großteil der 80 ehemaligen Mitschüler bis heute an der Aktion. Diesem Förderkreis schlossen sich weitere Freunde und Gönner an; ein Versuch, die Lepraprobleme in den brasilianischen Bundesstaaten Mato Grosso und Mato Grosso do Sul zu lindern und die Aufgabe von Manfred Göbel zu unterstützen.

 

Um eine dauerhafte finanzielle Förderung der Leprastationen im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso zu gewährleisten, sehen wir es als unsere Aufgabe, die bestehenden Spendenaufkommen zu sichern und zu erweitern.

Für meine ehemaligen Schulkameraden und mich war es oberste Bedingung, dass die Spendengelder ohne Abzug ihrem Verwendungszweck zugeführt werden, als wir diese Spendenaktion beim Klassentreffen am 29.11.1998 ins Leben gerufen haben. Aufgrund des intensiven Kontaktes mit Manfred Göbel (Internet, E-Mails, Telefon)
und dem Deutschen Aussätzigenhilfswerkes (DAHW) kann dies bestätigt werden.

Hitzhofen, im März 2002
Franz-Josef Beringer