Tuberkulose bei den Indianer in Mato Grosso do Sul

Während die TBC-Rate in Brasilien
bei
55 Personen / 100.000 Einwohner liegt,
beträgt die Erkrankungsquote im
Indianerdistrikt Dourados/Mato Grosso do Sul
bei 1.700 Erwachsene und
2.100 Kinder pro 100.000 Einwohner.
Das sind schon katastrophale Verhältnisse.

In Brasilien werden jährlich 90.000 neue Fälle registriert mit 9000 Todesfällen.

Tuberkulose ist vor allem ein Problem in der indianischen Bevölkerung, mehr als 10% sind an TBC erkrankt.

 


8jähriges Indianermädchen bei
der Sputumuntersuchung für TBC

12 jähriger Junge bei der Einnahme der Tabletten im Tuberkulosezentrum in Cuiaba

Obwohl TBC heilbar und die Behandlungskosten relativ billig sind, ist sie einer der größten Killer im öffentlichen Gesundheitsdienst. 90% der Tuberkulosefälle kommen aus der armen Bevölkerungsschicht, dort wo Hunger, fehlende Hygiene und schlechte Wohnverhältnisse das Leben der Menschen bestimmen.

 

 


Tuberkulose ist eine von einem Bakterium ( Mycobakterium tuberkulosis) hervorgerufene Infektionskrankheit, die ohne Behandlung innerhalb von zwei Jahren zum Tode führt.
Die Übertragung der Tuberkulose erfolgt durch Tröpfcheninfektion.
Die Krankheit kann alle Organe befallen, hauptsächlich die Lunge.
Ein Kranker mit Lungentuberkulose steckt zwischen 10 bis 15 Personen an.
Aids-Patienten sind besonders anfällig für Tuberkulose.



Reihenunersuchung bei Indianern


Tuberkulosekampagne im Indianerdorf Jaquapiru

Wie auch bei der Lepra ist die Tuberkulose nicht nur ein medizinisches Problem, sondern vor allem ein soziales und menschliches Problem. Lepra und Tuberkulose bekämpfen , bedeutet sich für Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen.

 

 

 

v.l. M. Göbel, Dr. Angela, Lepta-TBC-Koordinatorin Mato Grosso do Sul;Dr. Vanderley, Direktor Indianerdistrikt Mato Grosso do Sul; Dr. Trombini, Vizegesundheitsminister von Mato Grosso do Sul;Dr. Arruda, Direktor des Gesundheitsdienstes in Dorados; der Indianerhäuptling, der Bürgermeister von Dourados, Schwester Dirce


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